Im Rahmen einer bunten, multimedialen Festveranstaltung wurden am 27. Juni 2007 die vielfältigen Bemühungen im Bereich der Alkohol- & Suchtpräventionsarbeit von Schulen, Gemeinden, Vereinen, der Wirtschaft und Einzelpersonen präsentiert und die „besten“, von einer Jury ausgewählten Maßnahmen, Projekte, …. mit dem „Constantin“ prämiert.
CONSTANTIN ist der erste Jugendschutzpreis der Steiermark und richtet sich an Gastronomen, VeranstalterInnen, Gemeinden, Vereine und Schulen für Leistungen, Errungenschaften, Projekte und zeichnet Bemühungen in den Bereichen Jugendschutz, Suchtprävention und Gesundheitsförderung aus. Ein Nominierungsgremium selektiert aus eingereichten Projekten und Aktivitäten in fünf Kategorien eine 8-köpfige Jury wählt anschließend die Preisträger.
Jugendliche und Erwachsene werden über das Thema "Drogen, Jugendschutz, Alkohol und Suchtprävention" aufgeklärt und sensibilisiert. Personen, die sich mit diesem Thema aktiv auseinandersetzen und initiativ werden, sollen durch Vergabe des Constantin eine Aufwertung ihrer Arbeit erfahren.
Die Namensgebung erfolgte durch den Bezug zu Mathias Constantin Capello Graf von Wickenburg, dieser legte 1834 den Grundstein zur Gründung des "Curortes Gleichenberg". Wickenburg war von der landschaftlichen Schönheit und dem milden Klima des Gebietes derart begeistert, dass er beschloss, diesen Schatz jedermann zugänglich zu machen.
„Darin begründet sehen wir einen Anlass, Constantin Graf von Wickenburg als Namensgeber für einen Preis heranzuziehen, der Menschen und deren Bestreben, die sich der Unterstützung, Stärkung und Umsetzung des Jugendschutzes und damit verbunden gesundheitsfördernden Maßnahmen eine Ehrung entgegenbringt.“ So der Initiator, Obmann des Vereines Weitblick Christian Mehlmauer.Bildungs-, Familien- & Jugendlandesrätin Bettina Vollath, die nicht nur den finanziellen Rahmen für diese Maßnahme setzte, sondern auch den GewinnerInnen persönlich die Auszeichnungen überreichen durfte:
„Eigentlich müssten heute alle ausgezeichnet werden - zumindest stehen sie heute ALLE im Mittelpunkt, auch wenn es nur eine Erste/einen Ersten (in jeder Kategorie) geben kann. Deshalb möchte ich diesen Rahmen wahrnehmen und Ihnen allen, die Maßnahmen gesetzt haben, meinen besonderen Dank aussprechen, und Sie bitten, sich auch weiterhin zu engagieren, „dran zu bleiben“!
In Zeiten einer medialen Dramatisierung des „Alkoholmissbrauchs Jugendlicher“, einer fast schon ausschließlich negativen Berichterstattung was „Jugend nicht alles tut“, der ständigen Gefahr einer Schuldzuweisung an Einzelne, freut es mich, wenn heute jenen Bühne geboten wird, jene vor den Vorhang geholt werden, die vieles tun, um ...
… Jugendliche in ihren Grenzerfahrungen zu begleiten,
… Grenzen zu setzen,
... die Erwachsenen auffordern und unterstützen diese Grenzen einzumahnen,
… die Gesellschaft sensibilisieren,
... Jugendliche in ihren Kompetenzen, in ihrer Eigenverantwortung zu stärken und im Sinne eines präventiven Ansatzes eine Auseinandersetzung mit Gesundheitsförderung, mit dem Jugendschutz ermöglichen, Alternativen bieten.
Politik kann Lobbying bieten, im Rahmen der Ressourcenknappheit bestmögliche Rahmenbedingungen schaffen, was ich mit der Erhöhung sowohl der Fördermittel für Strukturen, Aktivitäten, (für verstärkter Elternbildung, regionalen Präventionsprozessen, zur Verstärkung von kreativen Angeboten sowohl in der verbandlichen als auch in der außerschulischen Jugendarbeit, der Schule selbst, …) bis hin zum Förderansatz „Prävention“ auch getan habe.
Doch Politik braucht PartnerInnen: bei den Eltern, in der Jugendarbeit, der Wirtschaft bis hin zu den Jugendlichen selbst, um Jugendliche in ihrem Erwachsen werden, im genussvollen Umgang mit Alkohol zu stärken bzw. sich den Gefahren von weiteren legalen und illegalen Rauschmitteln zu stellen, Nein zu sagen, Alternativen zu erfahren, …
Setzten sie weiterhin Schwimmreifen im großen Meer der Jugend, damit die Kinder und Jugendlichen wohlbehalten durch dieses schwimmen können. So viele, dass es eine Herausforderung bleibt, Grenzerfahrungen möglich sind. Nicht zu wenige, dass sie untergehen, und nicht zu viele, sodass sie gar nicht mehr an die Oberfläche kommen.“
„and the winner is“ - PreisträgerInnen 2007:
(Es gab 27 Einreichungen, davon 13 Schulen, 3 Personen, 5 Betriebe, 6 Gemeinden)
Kategorie Schule: | Roseggerhauptschule Knittelfeld "Fit for the future" |
Kategorie Gemeinde: | Lebensgenuss an der Mur |
Kategorie Wirtschaftsbetrieb: | Wirtschaftskammer Steiermark, Fachgruppe Gastronomie mit der Aktion "Spaß mit Maß" |
Kategorie Einzelperson: | Konsul Edith Hornig mit "Sei keine Flasche" |